DVD-Informationen:
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Darsteller: Ethan Hawk, Julie Delpy
Regie: Richard Linklater
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0) Englisch (Dolby Digital 2.0) Spanisch (Dolby Digital 1.0)
Bildformat: 1.85:1
DVD Erscheinungstermin: 10. Dezember 2004
Produktion: 1995 
DVD Features: Trailer   

                                                                            

www.8ung.at:
"Before Sunrise", 1995 entstanden, könnte man als "Arthouse-Liebesfilm" bezeichnen. Er ist jedenfalls auch für Leute sehenswert, die sich so etwas sonst eher nicht anschauen. Der Film zeichnet sich durch eine dichte Atmosphäre aus, die trotz der eher minimalistischen Aufmachung entsteht. Trotz der vielen Dialoge fand ich ihn alles andere als langweilig, dagegen habe ich mich bei so manchem anderen Film der ständig von anderen hochgejubelt wird ziemlich gelangweilt. Zwei Reisende in Wien, nur ein Tag und eine Nacht Zeit und insgesamt ein intelligenter, angenehmer Film. In der Originalfassung ist auch die Mischung aus dem Englisch der Haupt- und den oftmals deutsch sprechenden Nebenpersonen interessant.  

www.provinzkino.de:
Zwei junge Menschen lernen sich zufällig im Zug kennen und beschließen spontan, die Nacht gemeinsam in Wien zu verbringen. Sie erkunden die Stadt, kommen sich näher und trennen sich vor Sonnenaufgang mit dem festen Versprechen, einander ein halbes Jahr später am gleichen Ort wieder zu treffen.
Etwa 14 Stunden dauert der romantische Ausstieg des noch etwas unausgegorenen Jesse und der hübschen Céline aus ihrem vorgesehenen Reiseplan. Mit wenig mehr als ihrem Interesse füreinander, Spontaneität und Neugier genießen sie eine einzige warme Sommernacht im schönen Wien. Sie flanieren, reden, fahren Riesenrad, reden, beobachten Straßenrezitatoren und Bauchtänzerinnen, reden. Als das Zärtlichkeitsbedürfnis stärker ist denn die Lust am Artikulieren verschiedener Lebensphilosophien, überredet Jesse einen Barkeeper dazu, ihm eine Flasche Wein zu schenken. Die Momente des verschwörerisch-männlichen Getuschels nutzt Céline, um zwei Weingläser in ihrer Tasche verschwinden zu lassen. Einzigartige Momente gepaart mit finanzieller Knappheit erlauben ungewöhnliche Mittel. Und soviel Stil muss sein, um die Krönung einer traumhaften Wiener Nacht würdig zu feiern. Eine üppige Baumkrone ist ihrer Zuneigung Dach und Schutz für die verbleibenden Nachtstunden. Am Morgen wieder auf dem Bahnsteig, bleibt ihnen vor allem der Wunsch, die unfassbare Faszination ihrer Begegnung nicht durch stockende Telefonate oder inhaltsleere Briefe zunichte zu machen. So schwören sie sich ein Wiedersehen genau sechs Monate später.
Was immer den Zauber dieser Filmromanze ausmachen mag, er wirkt sehr nachhaltig. Noch Jahre später kann ein auch nur halbwegs mit entsprechenden Antennen ausgestatteter Zuschauer nicht im Wiener Prater Riesenrad fahren ohne Céline, Jesse und die Erinnerung an ein so außergewöhnliches Liebeserlebnis.